SdK 6: Herwig Czech

SdK 6: Herwig Czech über NS-Medizin

Der Historiker Herwig Czech vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) forscht über NS-Biopolitik und erklärt in dieser SdK-Ausgabe die Unterschiede zwischen T4-Euthanasie, dezentraler Euthanasie und Kindereuthanasie. Nachdem die Umsetzung der Aktion T4 aufgrund von Protesten der Bevölkerung eingestellt wurde, setzten die NS-Ärzte und AnstaltsmitarbeiterInnen bei der Ermordung von PatientInnen auf Verschwiegenheit. So ist es heute weniger der Nachweis der aktiven Tötungen, die der Forschung Probleme bereiten, sondern die nicht gerichtsmedizinisch erkennbaren Tötungen, die als Übersterblichkeit statistisch ableitbar sind und die ein Ergebnis der NS-Politik der unauffälligen Vernichtung waren.

Linkliste: Wolfgang NeugebauerHeinrich GrossSpiegelgrund (virtuelle Ausstellung), Dissertation: Ärzte am Volkskörper. Die Wiener Medizin und der NationalsozialismusKindereuthanasie (Wikipedia), Otto-Wagner-Spital (Wikipedia), Steinhof (Wikipedia), Wasserkopf oder Hydrocephalus (Wikipedia), Feldhof in Graz (Wikipedia), Wiener Stadt- und LandesarchivGötz Aly (Wikipedia), Arbeitsgemeinschaft Kritische MedizinGräberfeld Hall in TirolInstitute of Science and Technology Austria in Gugging, Schloss Hartheim (Wikipedia), Emil GelnyVölkischer Beobachter (Wikipedia), Mauer-Öhling (Wikipedia), APART-Stipendium der ÖAW

Flattr this!

Ein Gedanke zu „SdK 6: Herwig Czech über NS-Medizin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *