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Die Gefahr lauert überall, denn: Jede menschliche Tätigkeit ist unfallbelastet – jedes Ding ist ein potentieller Gefahrenherd. Und so wird gerade in der Moderne die Zukunft häufig als kommende Katastrophe imaginiert: auf Kinoleinwänden, in der Literatur, aber ebenso in den Laboren der Szenariotechnik oder Statistikbüros von Versicherungen. Die Kulturwissenschaftlerin Eva Horn erklärt in dieser Folge, warum Untergangsszenarien einen besonderen Reiz auf uns ausüben und wie wir immer stärker versuchen, Zukunft abzusichern und zu prognostizieren.

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Publikationswege verändern sich nicht nur in der Musikindustrie: Mit der Open Access-Bewegung ist ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaftskommunikation eingeläutet, mit dem Ziel, wissenschaftliche Literatur frei zur Verfügung zu stellen. Guido Blechl, Leiter der Arbeitsgruppe Open Access an der Uni Wien, erklärt in dieser SdK-Folge, wie Open Access – ob golden oder grün – die klassische Verlagsstruktur verändert und warum niemand der wissenschaftlich publiziert umhin kommt, sich mit Open Access zu beschäftigen.

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Die Zukunft von der theologischen Determination freischaufeln: Während Zukunft in der jüdisch-christlichen Vorstellung wie eine Wand ist, die auf einen zukommt und nicht gestaltbar ist, wandelt sich im 17. Jahrhundert der Umgang mit der Zeit und gewinnt gerade die Zukunft neue Bedeutung. Der Historiker Achim Landwehr erklärt in dieser SdK-Folge, warum die Seiten der Kalender immer weißer wurden und warum Astrologie vielfach als eine Alternative zur völligen Gestaltbarkeit und Offenheit von Zukunft angesehen wurde.

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Wer interessiert sich für Gender Studies in Russland? Die Historikerin und Soziologin Therese Garstenauer – vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte – erklärt in dieser SdK-Folge, warum der “Osten” immer woanders ist, nämlich weiter östlich und warum Interdisziplinarität für ForscherInnen gefährlich sein kann. Sie beschreibt, wie sie Interviews mit WissenschaftlerInnen über die Entwicklung und internationale Vernetzung russischer Geschlechterforschung mit Hilfe einer Korrespondenzanalyse auswertete.

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Kriminalität ist im Sinne der Kriminalsoziologie kein Verhaltens- oder Personenmerkmal, sondern eine zugeschriebene Bedeutung – eine gesellschaftliche Zuschreibung. Walter Fuchs vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie erklärt in dieser SdK-Ausgabe, inwiefern die strafrechtliche Verurteilung von Unternehmen einen juristischen Systembruch darstellt, weil jede Strafe eigentlich intentionale Handlungen voraussetzt.

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Elektrizität spielt bei der Beschreibung von Medien eine wichtige Rolle und ist gleichzeitig verknüpft mit einem Fernwirkungsphantasma. Medien als unmittelbar – instantan – zu charakterisieren, baut letztlich auf der Negation von Medialität auf. Auch für Marshall McLuhan – der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre – ist Unmittelbarkeit bedeutender Ausgangspunkt seiner Medientheorie, deren zentrale Idee das Global Village ist. Florian Sprenger erklärt in dieser SdK-Folge, was Elektrizität, Telegrafie und Marshall McLuhan miteinander zu tun haben.

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Von Einzelfällen zu einer allgemeinen Aussage: Mit Hilfe des Induktionsbegriffs entwickelte Edgar Zilsel Ideen einer kollektiven Wissensproduktion. Gleichzeitig vermengen sich seine politische Aktivität als Austromarxist in den 20er und 30er Jahren in Wien und seine epistemologischen Fragestellungen. Monika Wulz, Research Fellow am IfK in Wien, erklärt in dieser SdK-Folge, warum bei der Induktion die Theorie immer über die Einzelbeobachtungen hinausgeht und Zilsel Wissen daher als unabgeschlossenes Projekt betrachtet.

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Nicht selten wird in Kriminalserien wie CSI die Auswertung von Tatortspuren überzeichnet dargestellt. Vor allem DNA wird – als Königsdisziplin der forensischen Techniken – als unfehlbar beschrieben. Barbara Prainsack untersucht die Auswirkungen der DNA-Technologie auf Straftäter. Sie arbeitet am Centre for Biomedicine & Society am King´s College in London und erklärt in dieser SdK-Folge, warum viele Straftäter DNA-Datenbanken positiv finden und welche Probleme der internationale Austausch von DNA-Spuren bereitet.

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Was braucht eine Wissenschaft, um Erkenntnisfortschritt zu erzeugen und welche Erwartungen hat die Gesellschaft an die Wissenschaft? Désirée Schauz, Dilthey-Fellow im Fachgebiet Technikgeschichte an der TU München, untersucht in einem langen Zeitraum neuzeitliches Wissenschaftsverständnis zwischen Selbstbestimmtheit und gesellschaftlicher Nutzenerwartung und erklärt in dieser SdK-Folge, welche Vorteile und Probleme sich bei der Arbeit mit Google Books für eine (historische) Diskursanalyse ergeben.

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Don´t Feed the Troll! Carmel Vaisman, research fellow at the Hebrew University of Jerusalem, talks about the phenomena of trolling, hate speech and cyber bulling. She explains her discourse analysis approach to this form of online culture and memetics and why hate-groups and mashup-pictures of teachers on the ass of dogs are popular genres. This episode is produced together with Thomas Lohninger, who makes the audiolicious podcast Talking Anthropology.

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Shownotes:
Don’t Feed the Trolls! Countering the Discourse Patterns of Online Harassment
